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9. Reisetag: Key West
Key West ist wie kein anderer Ort in den Vereinigten Staaten. Seit Generationen ist Key West ein Zufluchtsort für Piraten, Soldaten, Künstler und Touristen, und hat seine eigene Architektur und sogar die eigene Küche. Es ist ein relativ kleiner Ort, ideal zum Laufen. Die ganze Insel ist nur ca. 4 Meilen lang und 2 Meilen breit. Die Einheimischen, die unter dem Namen "Conchs" bekannt sind (benannt nach dem verzierten Schalentier, dass eine hochgepriesene Delikatesse und zugleich Symbol des unabhängigen Geistes dieser Insel ist) werden Sie sofort darauf aufmerksam machen, dass ihre Insel viel näher an Havana, Kuba liegt als an Miami und dass Key West, in der Tat, nicht das normale Amerika darstellt.
Das westliche Ende der Insel ist wohl das farbenfrohste -
Old Town ist voller Hexenhäuschen, Spanish Moss, schwingenden Palmen und die Atmosphäre ist künstlerisch, elegant, tropisch und gleichzeitig schäbig. Hier schrieb und trank Ernest Hemingway, wie auch Tennessee Williams. Harry Truman etablierte hier ein "Little White House" als er Präsident war und die mit einem Pulitzer Preis ausgezeichnete Dichterin Elizabeth Bishop schrieb hier von 1938-42 ihre Poesie.
Die Inspiration die diese Künstler in Key West fanden, ist für jeden zugänglich, der beim Sonnenuntergang hinunter zum Pier geht. Zusehen wie die Sonne in den Ozean fällt ist ein bliebtes Ritual, dass die Inselbewohner wie auch die Touristen fasziniert. Wenn man über das Meer blickt, weiss man wohl, dass irgendwo weit weg wieder Land sein muss, aber das ist egal. Wenn man in Key West ist, dann ist man gegangen wo weit man gehen kann!
Hier gibt es viel zu tun und zu sehen. Teilen Sie sich die Zeit also gut ein. Auf alle Fälle sollten Sie das Ernest Hemingway Home and Museum besuchen. Hemingway lebte von 1929 bis 1940 in Key West. Zuerst wohnte er auf der South Street Nr. 1100, wo er das Buch "A Farewell to Arms" fertigstellte. Im Jahr 1931 kauften er und seine Frau Pauline, die Villa auf Whitehead Str. Nr. 907, die auch heute noch seinen Namen trägt. Einst war sie die prächtigste Villa im Ort und ist auch heute ganz sicher einen Besuch wert. Sie sehen den Stuhl auf dem Hemingway saß und die Schreibmaschine die er benutzte als er "Haben und Nichthaben", "Die Grünen Hügel Afrikas", "Schnee auf dem Kilimandscharo" und andere Bücher schrieb.
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